Tobias Gellscheid

Tobias Gellscheid, geboren im thüringischen Pößneck, studierte von 2009 bis 2015 Malerei/Grafik an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Schwerpunkt seines Schaffens sind Holz-und Linolschnitte sowie die rare Technik des Holzstichs.

Hierbei fokussiert sich T. Gellscheid auf die Popkultur, als Phänomen der westlichen Nachkriegsgesellschaften, und konzentriert sich dabei auf deren ursprünglichste Präsenz innerhalb der 50er und 60er Jahre. Zu sehen ist zumeist eine opake Masse junger, vielmals weiblicher Fans, an deren ekstatischen Kulminationspunkt: schreiend, schwitzend und in völliger geistiger Auflösung begriffen. Der kurzlebige Moment der Ekstase, welche dem Wahn vorausgeht wird in Monate währender Detailarbeit in das Medium Holz graviert und somit seiner Flüchtigkeit enthoben, wobei das einarbeiten photografischer Effekte, wie beispielsweise Bewegungsunschärfen einen spielerischen Bezug zur ideenstiftenden Fotovorlage erzeugen.

An Bildtiteln, wie etwa „Helter Skelter“ lässt sich zudem der Abgrund erahnen in welchen T. Gellscheid durch seine letztlich eher beklemmenden Momentaufnahmen hinabschaut, handelt es sich bei diesem bekanntlich sowohl um den Titel eines Liebesliedes der „Beatles“, als auch um das Synonym für die von der „Manson-Family“ verübten Morde welche einst den „summer of love“ beenden sollten.



http://www.tobias-gellscheid.com/

wood engravings

woodcuts and linocuts